Smart Wines Newsletter 2004

Durch unsere Tätigkeit in Österreich hatten wir während der letzten 15 Jahre Gelegenheit, die dynamische Entwicklung der österreichischen Weinszene zu beobachten. Seit längerem war bei vielen Winzern eine Dynamik und Aufbruchstimmung in Richtung Topqualität spürbar. Heute gelten Österreichs Weinbaubetriebe als sehr innovativ, nicht wenige sind international anerkannt und erfolgreich. Zählten die Weissweine bereits seit vielen Jahren zur Weltspitze, gelang mit den grossartigen Jahrgängen 1997, 1999 und 2000 auch bei Rotweinen der Anschluss an die Besten.

Zwei hervorragende Vertreter dieser modern denkenden, international agierenden, dennoch in ihrem Herkunftsgebiet tief verwurzelten Winzer sind Fred Loimer aus Langenlois im niederösterreichischen Kamptal, sowie Heike und Gernot Heinrich aus Gols im Burgenland. Es freut uns, dass uns diese beiden Spitzenweingüter – Loimer war „Winzer des Jahres 2002“, Heinrich „Rotweinwinzer des Jahres 2003“ – per 1. Januar 2004 mit der Distribution ihrer Weine in Deutschland betreut haben. Aus mehreren Gründen passen beide Betriebe gut zusammen, und gut ins Programm von Smart Wines.

Sowohl der „weisse“ Loimer als auch der „rote“ Heinrich sind mittelgrosse Familienbetriebe, die jeweils zu den besten 5 Österreichs zählen. Trotz internationaler Erfahrung und hoher Exportquoten sind sie ortsverbunden geblieben. Sie konzentrieren sich auf die in ihrem Gebiet heimischen (autochthonen), zugleich österreich-typischen Sorten, und schöpfen deren Qualitätspotenzial voll aus, Loimer etwa den Grünen Veltliner, Heinrich den roten Zweigelt. Sie verfügen über ein klares Unternehmenskonzept und bieten bemerkenswert gute, in ausreichender Menge vorhandene Basisweine mit exzellentem Preis-Qualitätsverhältnis: Loimer den Grünen Veltliner „Lois“, Heinrich den „Red“ aus Zweigelt und Blaufränkisch.

Die beiden persönlich befreundeten Winzer verbinden Tradition und Moderne in der Kellertechnik, in der Weinstilistik und – weithin sichtbar – in der Architektur. Ihre Weine sind dennoch nicht im Neue Welt-Stil „gemacht“, sondern klassisch elegant, fein, fruchtbetont, herkunftsbezogen.

Sie beherrschen die Stahltank-Technik ebenso wie den Einsatz von Holzfässern bei Vergärung und Reifung: gut überlegt, auf die Sorte und den Jahrgang abgestimmt, wohldosiert, dezent. Sie vergären ihre Topweine „spontan“, also mit den weingarteneigenen Hefen, um den Weinen noch mehr Charakter und Persönlichkeit zu geben. Heinrich und Loimer sind würdige Vertreter des zeitgemässen österreichischen Weinbaus: trotz vieler Managementaufgaben im Herzen Winzer, kompromisslos in ihrem Qualitätsanspruch, und als Mensch umgänglich, offen und sympathisch.