Pilgerfahrt ins Friaul:
Warum Livio Felluga eine Reise wert ist
––– Die Abbazia di Rosazzo: Tausend Jahre Weinbau auf einem Hügel ––
Um Livio Felluga zu verstehen, sollte man nach Rosazzo fahren. Die Abbazia di Rosazzo – ein Kloster, das seit dem Jahr 1000 auf diesem Hügel steht – ist nicht nur Kulisse, sondern Ursprung des Weinbaus im Friaul. Ihre teilweise über tausend Jahre alten Weinberge auf Mergelböden liefern die Trauben für den gleichnamigen Flaggschiff-Wein: eine Cuvée aus Friulano, Pinot Bianco, Sauvignon, Ribolla Gialla und Malvasia Istriana von Tiefe und Eleganz. Dazu jahrhundertealte Olivenbäume um den restaurierten Westturm und der, vermutlich älteste Reifekeller der Region aus dem 12. Jahrhundert. Wer hier steht, versteht sofort, warum Livio Felluga keine Erklärungen braucht.
––– Die neue Esperienza: Das Weingut öffnet seine Tore – und seine Seele ––
2026 wird Rosazzo zum Erlebniszentrum. In der malerischen Abtei eröffnet Livio Felluga seine neue Geschäftszentrale und lädt Besucher ein, tief in ein Ökosystem einzutauchen, das weit mehr als Wein ist. Neue Empfangsräume, eine moderne Weinkellerei, persönliche Verkostungen inmitten jahrhundertealter Gemäuer. Wer Andrea und Filippo Felluga und ihr Team trifft, spürt: Hier beherrscht man Terroir wie eine zweite Sprache. Die Philosophie ist dieselbe wie 1956 – Freilegung, nicht Inszenierung. Jede Besichtigung ist eine Entdeckungsreise durch eine der außergewöhnlichsten Weinregionen Norditaliens und bei klarem Wetter geht der Blick bis zum Mittelmeer. Hierher fahren Weinliebhaber nicht zufällig.
––– Jahrgang 2025 und die aktuellen Spitzenweine: Zeit als Verbündeter –––
Der Jahrgang 2025 zeichnet sich durch eine ausgeprägte territoriale Identität und Klarheit aus und überrascht durch Präzision, aromatische Ausdruckskraft, geschmackliche Harmonie und großes Alterungspotenzial.
- Terre Alte 2022 sammelt Auszeichnungen wie andere Etiketten sammeln Staub: Tre Bicchieri Gambero Rosso, Tre Stelle Oro Veronelli, Food & Wine Top Ten der Welt.
- Abbazia di Rosazzo 2021: bis zu 96 Punkte bei James Suckling.
- Sharis 2024 kommt mit 93 Punkten
- Picolit del Sole 2019 – Süßwein mit Tiefgang – wird mit 94 Punkten in gleich mehreren Führern erwähnt
––– Die Carta Geografica: 70 Jahre. Ein Etikett. Eine Revolution –––
1956 – in einer Zeit, als es noch keine DOC-Appellation gab, kein einheitliches Qualitätssystem, keine internationale Reputation für Friaul – schuf Livio Felluga die „Carta Geografica“: nicht nur ein einfaches Etikett, sondern der erste konkrete Ausdruck seines Traums. Kein Wappentier, keine Burg: die Carta Geografica – eine topografische Karte der Hügel, die er liebt. Inspiriert von einer alten friaulischen topografischen Karte, drückt sie die tiefe Verbindung zwischen den Weinen und ihren Herkunftsorten aus: den Weinbergen, den Rebsorten, den Menschen.
Ein Kompass für die Welt, woher dieser Wein kommt. Sie war Überzeugung, dass Herkunft alles ist. 70 Jahre später ist die Carta Geografica ein Meilenstein der italienischen Weingeschichte. Als viele der heute bekannten italienischen Weinlabels noch nicht existierten, war das charakteristische Etikett von Livio Felluga bereits etabliert. Heute feiert es ein bemerkenswertes Jubiläum und steht weiterhin für die Tradition und Qualität des Hauses.
Wer Livio Felluga einmal besucht hat, versteht warum wir seit Jahren nicht aufhören, davon zu schwärmen.