Ein Hauch von Ewigkeit

Cuvée William Deutz: zehn Jahrgänge aus drei Jahrzehnten
Champagner-Verkostung in München, Februar 2026

Prolog: Herr Storms fegt den Hof
Als der Smart-Wines-Berichterstatter zwei Stunden vor Beginn der Degustation den Ort des Geschehens in der Münchner Innenstadt erreicht, fegt ein junggebliebener Senior mit Elan den Hof und grüßt freundlich: Walter Storms ist Gründer und Leiter einer international anerkannten Kunstgalerie. Als Hausherr und Gastgeber aus Leidenschaft packt er auch im Kleinen selbst mit an.

Die Hallen in der Schellingstraße 48 dienten bis zum Umbau in eine Galerie 1977 als Innenstadtgarage samt Autowaschplatz und Zapfsäulen. Die hohen Räume, Oberlichter und Stahlträger der Decke erinnern noch an die Industriearchitektur der 1920er-Jahre.

Großzügig, weiträumig, mit Licht und Kunst durchflutet: Das Ambiente der Galerie ist ein architektonischer Vorgeschmack auf ein Ereignis, das in seiner Seltenheit jener eines weißen Rabens gleicht. Das Champagner-Haus Cuvée William Deutz und Smart-Wines hatten Journalisten, Sommeliers, Gastronomen und Weinhändler zu einer außergewöhnlichen Degustation geladen: Cuvée William Deutz – zehn Jahrgänge aus drei Jahrzehnten!


Who is Who?

Das Team von Champagne Deutz:
Caroline Latrive, Chef de Cave; Cyrille Harmel, Directeur Export;
Jean-Paul Wassink, Sales Manager Deutschland, Österreich und Schweiz.
Moderator der Degustation: Sascha Speicher,
Chefredakteur des Fachmagazins „Meiningers Sommelier“
und einer der führenden Champagner-Experten Deutschlands

Jean-Paul Wassink (Deutz), Caroline Latrive (Deutz), Sascha Speicher (Meininger), Joel B. Payne (Weinautor)

Die Cuvée William Deutz als solche
Um die Bedeutung dieser Prestige-Cuvée im Portfolio des Champagnerhauses deutlich zu machen, weist Cyrille Harmel, Directeur Export, darauf hin, dass die Jahresproduktion seines Hauses durchschnittlich etwa 2,5 Mio. Flaschen umfasst, davon aber nur 20.000 bis 30.000 auf die Cuvée William Deutz entfallen: ein sehr kleiner und sehr feiner Anteil.

Die zu Ehren des Gründers benannte Spitzen-Cuvée wurde erstmals im Jahr 1961 produziert. Alle Grundweine dieses Millésime (Jahrgangs-Champagner) stammen aus ein- und demselben Jahr.

Die heilige Dreifaltigkeit: Pinot Noir, Chardonnay, Meunier
Die Cuvée besteht hauptsächlich aus Pinot Noir und Chardonnay, mit einem kleinen Anteil Meunier. Alle Trauben stammen aus Grand Cru- und Premier Cru-Lagen und bilden eine solide Basis für einen Spitzen-Champagner.

Der Pinot Noir kommt aus Weinbergen in der Montagne de Reims und im Vallée de la Marne, darunter sind auch historische Lagen direkt beim Weingut in der Gemeinde Aÿ. Diese Rebsorte verleiht der Cuvée Kraft, Rückgrat, Struktur, Fülle, Tiefe, Festigkeit, Langlebigkeit und zart rotfruchtige sowie würzige Noten.
Der Chardonnay von der Côte des Blancs und der Montagne de Reims ergänzt die Cuvée mit Lebendigkeit, Frische, Säure, Finesse, Eleganz und mineralischen Noten. In jungen Jahren sorgt der Chardonnay für zarte Aromen von Blüten, hellgelben Früchten, Äpfeln und Zitrus. Bei längerer Reife entwickeln sich Noten von Süßgebäck, Brot, Nüssen und Karamell.

Ein kleiner Anteil vom Meunier aus Premier Cru-Lagen vor allem im Dorf Pierry bei Épernay erweitert das Aromenspektrum mit Anflügen von Kirsche, Pflaume, Quitte und Aprikose. Der Meunier mildert die straffe Säure seiner beiden Cuvée-Partner und trägt zu einem runden, geschmeidigen Profil des Champagners bei.

Immer Stahl, niemals Holz
Wie alle Champagner der Maison Deutz wird auch Cuvée William Deutz ausschließlich in Stahltanks vinifiziert. Die malolaktische Vergärung aller Grundweine begünstigt ein harmonisches und ausgewogenes Geschmacksbild. Die Cuvée wird erst nach zehn oder mehr Jahren Flaschenreife degorgiert und frühestens ein Jahr danach in den Verkauf gebracht. Die Dosage beträgt in der Regel 7 g/l, Cuvée William Deutz ist also „brut“.

Ein typisches, sicht- und fühlbares Markenzeichen dieser Cuvée und mittlerweile aller 0,75 l Flaschen von Deutz sind die speziell geformten Flaschen. Exakter: der schmale, daher enge Flaschenhals, welcher aufgrund seiner relativ kleinen inneren Oberfläche eine langsame Reifung, wie in einer Magnumflasche, begünstigt.

Cuvée William Deutz:
zehn Jahrgänge aus drei Jahrzehnten

Vor dem Hintergrund zeitgenössischer Kunst in der Walter Storms Galerie werden die Tische für die Degustation mit dem neuen Glas „Balance“ von Zalto eingedeckt.

Vorab probieren – zurückgezogen in die Abgeschiedenheit eines Nebenraumes – Caroline Latrive, Cyrille Harmel, Jean-Paul Wassink und Sascha Speicher noch einmal alle zehn zu verkostenden Jahrgänge der Cuvée William Deutz: Unangenehme „Überraschungen“ bei der Degustation sollen vermieden werden. Eine Zeit lang hohe Konzentration, angespannte Mienen, verhaltene Körpersprache. Dann nickt man entspannt einander zu: Die Verkostung kann beginnen! Die Entscheidung fiel auf den Auftakt mit den jüngeren Cuvées:

Cuvée William Deutz 2014
67 % Pinot Noir aus Aÿ (darunter die außergewöhnliche Einzellage La Côte Glacière), Bouzy, Verzenay
28 % Chardonnay aus Avize, Le Mesnil-sur-Oger, Chouilly, Villers-Marmery
5 % Meunier aus Chamery
Degorgiert: November 2024

Das Jahr 2014 brachte präzise, gut strukturierte, großzügige und gehaltvolle Weine hervor.
Ausdrucksvolles Bukett, zarte Noten von weißen Blüten, Pfirsich, Birne, Honig, Aromen von gelben Früchten, kandiertem Ingwer, Muskatnuss, Brotkrumen. Vollmundig, geschmeidig am Gaumen, komplex, gehaltvoll, ausgewogen, raffiniert, feinziselierte Säure, angenehme Frische, samtiges Finale mit zarten Jod-Noten, die ein ausgeprägtes Reifepotenzial andeuten.
„Ein Wunder der Balance, feingetunt wie ein großes Orchester.“ – Heiner Lobenberg

Cuvée William Deutz 2009
65 % Pinot Noir aus Aÿ, Ambonnay, Bouzy, Verzenay
30 % Chardonnay aus Avize, Villers-Marmery
5 % Meunier aus Pierry
Degorgiert: Februar 2019

Ein heißes Jahr, welches man dem Wein dank der Umsicht von Deutz in den Weingärten und im Keller nicht anmerkt: keine massive Opulenz, sondern eine angenehme Fülle mit exzellentem Säure-Süße-Spiel. Komplexer Duft nach Weinbergspfirsich, weißen Rosenblüten, kräftig gelbfruchtig, etwas Honig, Kräuter, Biskuit, Brioche, Blätterteig, Röst- und Nussaromen, cremig am Gaumen, sehr harmonisch.

Cuvée William Deutz 2008
62 % Pinot Noir aus Aÿ, Ambonnay, Bouzy, Verzenay
34 % Chardonnay aus Avize, Le Mesnil-sur-Oge
4 % Meunier aus Pierry
Degorgiert: Januar 2017

Star der Veranstaltung und absoluter Favorit aller Teilnehmenden! Kein Wunder, gilt doch der Jahrgang 2008 als einer der außergewöhnlichsten in der Champagne seit der Jahrtausendwende.
Der Charakter des Weines entspricht der Kühle des Jahres: dunkel, sehr direkt und präzise, vertikal, tiefgründig, extrem frisch, viel Raffinesse, delikate, zarte gelbe Fruchtnoten (Birne, Mirabelle, Weinbergspfirsich), rauchige und salzige Andeutungen, Sauerteigbrot, Sesam, Nüsse, kreidig-mineralisch, ausgewogen, lebendig.

Cuvée William Deutz 2007
65 % Pinot Noir aus Aÿ, Ambonnay, Bouzy, Verzenay
30 % Chardonnay aus Avize, Villers-Marmery
5 % Meunier aus Pierry
Degorgiert: Januar 2017

Sehr frühe Lese mit ungleichmäßigen Erntezeiten der einzelnen Rebsorten bzw. Parzellen, dennoch gesunde Trauben – dank guter Ablauforganisation.

2007 gilt als „unaufgeregter, angenehmer, entspannter Jahrgang“, so Kellermeisterin Caroline Latrive, und könne als „roter Faden der Deutz-Stilistik“ gesehen werden. Komplex, kraftvoll, weißes Schokoladenparfait, zartes Biskuit, Hauch von Karamell, gelbe Äpfel, aber auch Reifearomen von Zitrusfrüchten, komplex und stoffig.


Exkurs: Cuvée William Deutz schreibt Geschichte

  • 1838 gründen der aus Aachen stammende Wilhelm Deutz und Peter Geldermann das Champagnerhaus in Aÿ, einem der historischen Zentren der Champagnerproduktion – im Herzen der prestigeträchtigen Terroirs des Vallée de la Marne, der Côte des Blancs und der Montagne de Reims.
  • Während des „Zweiten Kaiserreichs“ von 1852 bis 1870 expandiert Deutz auf internationale Märkte und etabliert sich unter den großen Champagnerhäusern.
  • 1882 gehört Champagne Deutz zu den Gründungsmitgliedern des „Syndicat des Grandes Marques“.
  • Um 1900 beliefert Deutz europäische Königs- und Kaiserhäuser ebenso wie südamerikanische Präsidentenpaläste.
  • Im 20. Jahrhundert übersteht Deutz zwei Weltkriege, zweimal die deutsche Besatzung, eine große Wirtschaftskrise und meistert jedes Mal den Wiederaufbau. In all diesen Jahren wird das Unternehmen von Cuvée William Deutz’ Nachkommen weiblicherseits, der Familie Lallier, geführt.
  • 1961 produziert man die Prestige-Cuvée Cuvée William Deutz zum ersten Mal.
  • Anfang der 1990er-Jahre hat die einst schillernde Marke Deutz einiges vom Glanz der ruhmreichen Vergangenheit verloren.
  • 1993 wird Champagne Deutz von der Familie Rouzaud übernommen. Der Präsident Fabrice Rosset bringt die Maison zu neuer Größe und Erfolg.
  • 2022 Caroline Latrive wird als Chef de Cave gewonnen. Sie arbeitet zunächst Hand in Hand mit dem langjährigen Kellermeister Michel Davesne und übernimmt ab 2023 die alleinige Leitung. Die studierte Önologin war zuvor in renommierten Champagnerhäusern tätig, etwa Piper-Heidsieck, Bollinger, Charles Heidsieck, Louis Roederer, Palmer, Ayala.
  • 2023 Marc Hoellinger übernimmt die Position des CEO von Fabrice Rosset, nach 26 Jahren an der Spitze von Champagne Deutz.
  • 2024 erster Jahrgang der Umstellung auf biologische Landwirtschaft.

Cuvée William Deutz 2006
66 % Pinot Noir aus Aÿ, Ambonnay, Bouzy, Verzenay
29 % Chardonnay aus Avize, Villers-Marmery, Vertus, Chouilly
5 % Meunier aus Venteuil
Degorgiert: Januar 2016

Das anspruchsvolle Jahr 2006 erforderte eine sehr selektive Lese, vor allem bei Pinot Noir. Davon unbeeindruckt zeigt sich der Wein 20 Jahre später elegant und rund, fast ein wenig barock, ausladend, expressive gelbe Früchte, Mirabellen, Trockenfrüchte, zarte Würze.

Ab dem Jahrgang 2006 werden Reife und Tertiäraromen der Cuvée William Deutz immer präsenter, vor allem aufgrund der bereits langen Reife nach dem Degorgieren: Champagner entwickelt sich nicht zuletzt dank der Dosage auch ohne Hefe, sozusagen als „Wein“, in der Flasche weiter, wobei sich Tertiäraromen bilden, die an Muskat, Ingwer, Kaffee, Kakao und Nüssen erinnern.

Cuvée William Deutz 2002
62 % Pinot Noir aus Aÿ, Mareuil-sur-Aÿ, Ambonnay, Bouzy, Louvois
27 % Chardonnay aus Avize, Le Mesnil-sur-Oger, Villers-Marmery
11 % Meunier aus Pierry, Châtillon-sur-Marne
Degorgiert: Dezember 2014

Das unbeständige Wetter im Jahre 2002 erforderte eine besonders selektive Auswahl der Trauben. Ein Jahrgang mit bemerkenswerter Reife und Ausgewogenheit: Ein potenzieller Alkoholgehalt von 11 %, eine Säure von 7 g/l und ein pH-Wert von 3,0 waren bei Deutz seit den frühen 1980er-Jahren nicht mehr erreicht worden.

Der Champagner zeige trotz seines Alters viel Frische – „une grande fraîcheur“, so Kellermeisterin Caroline Latrive. Komplex, finessenreich, perfektes Süße-Säure-Spiel, grazil, ausgewogen, delikat und seidig im Abgang. Die Cuvée präsentiere „exakt formulierte, zarte Aromen der Landschaft“, so Sascha Speicher. Chardonnay trage hellgelbe Früchte wie Quitten und Mirabellen bei, der Pinot Noir Kirschen und eine Spur von Honig.

Ein Geständnis der besonderen Art
Smart-Wines-Gründer und -Geschäftsführer Per Soehlke erinnert sich an das Jahr 2013, als die Kooperation mit Champagne Deutz begann: Damals war die Cuvée William Deutz 2002 der erste von Smart-Wines auf dem Markt angebotene Jahrgang, das Champagnerhaus in Deutschland aber noch wenig bekannt. Da der Verkauf nur zaghaft anlief, habe er, so „gestand“ Per Soehlke, für sich selbst 36 Flaschen gekauft, um die Absatzzahlen zu verbessern: ein Schachzug, der sich bis heute lohne, seien doch noch einige der inzwischen sehr lange gereiften, begehrten Flaschen dieses Jahrgangs bei ihm zuhause auf Lager und bereit, genossen zu werden …

Cuvée William Deutz 2000
60 % Pinot Noir aus Aÿ, Mareuil-sur-Aÿ, Ambonnay, Bouzy
30 % Chardonnay aus Avize, Le Mesnil-sur-Oger, Chouilly
10 % Meunier aus Pierry, Montigny-sur-Châtillon
Degorgiert: Oktober 2013

Wetterkapriolen mit Stürmen, Hagel sowie Pilzkrankheiten prägten das Jahr 2000. Doch eine gute und aufwendige Arbeit im Weinberg ermöglichte eine zufriedenstellende Ernte mit gesunden Trauben.

Der 2000er ist ein Champagner, der heute genauso lange in der Flasche auf der Hefe gereift ist wie auch nach dem Degorgieren: Es finden sich deutliche Tertiäraromen, vergleichbar etwa mit einem großen Chardonnay ohne Oxidationsnoten. Zarte Aromen von Pfirsich, Honig, Gewürzen (Muskat, Ingwer), Mandeln, Brot. Lebendig, straff, verbunden mit einer feinen Salzigkeit im Abgang. Ein hervorragender Speisenbegleiter, perfekt gereift, nicht müde, sondern sehr elegant und bereits auf dem Höhepunkt.

Exkurs: Deutz in Daten & Zahlen

  • Deutz bewirtschaftet rund 50 ha eigene Weinberge und bezieht Trauben aus weiteren ca. 150 ha, die von etwa 60 langjährigen Partnern nach den Qualitätsvorgaben des Champagnerhauses kultiviert werden. Die eigenen Weinberge sind in der Umstellung auf biologischen Weinbau.
  • Rund 80 % der Trauben für Champagne Deutz stammen aus Grand Cru- und Premier Cru-Lagen, in denen durchschnittlich etwa 70 Jahre alte Reben vorwiegend auf den regionstypischen, mineralreichen Kalk- und Kreideböden wachsen.
  • Mit einer Produktion von rund 2,5 Mio. Flaschen ist Deutz eines der „kleinen“ Häuser unter den Maisons der Champagne. Eine Größe, um weltweit Präsenz zu zeigen und im Handel und der Gastronomie ausreichende Mengen anbieten zu können. Jedoch klein genug, um überschaubar zu bleiben, „menschengerechte“ Dimensionen zu bewahren, keine Kompromisse bei der Qualität einzugehen, als bodenständig und authentisch wahrgenommen zu werden.

Cuvée William Deutz 1999
65 % Pinot Noir
25 % Chardonnay
10 % Meunier
Degorgiert: Mai 2011

Die Cuvée überrascht mit viel Spannung und Frische. Regt an mit Schmelz, expressiven gelben tropischen Früchten, kraftvoll und zugleich elegant, Brioche, Toast, Trockenfrüchte, Ingwer, komplex, körperreich, feine Mineralität, schöne Balance: ein sehr reifer, extrovertierter Champagner für besondere Anlässe.

Cuvée William Deutz 1998
55 % Pinot Noir
35 % Chardonnay
10 % Meunier
Degorgiert: April 2006

Das riskante Warten auf die Chance einer späten, aber umso besseren Lese im Jahr 1998 war erfolgreich, und die präzise, kleinere Ernte der nicht von der Hitze verbrannten oder von Regen und Fäulnis verdorbenen, vollreifen Trauben wurde belohnt: Der 1998er ist ein häufig unterschätzter „kleiner Star“ in der langen Reihe dieser Prestige-Cuvée: opulent, breit, rund, großzügig, weiche Fruchtnoten, ganz zarte oxidative Note, sehr gutes Säure-Süße-Spiel, ausgewogen, extraktreich, schöner Schmelz, pikant, fester Körper, kreidige Mineralität, salzige Note im Abgang.

Cuvée William Deutz 1996
55 % Pinot Noir
35 % Chardonnay
10 % Meunier
Degorgiert: Juli 2014

In den Annalen von Deutz gilt der Jahrgang 1996 als „außerordentlich“ und brachte Weine mit großer Ausgewogenheit, Klarheit und bemerkenswertem Reifepotenzial hervor.
Feines Säure-Süße-Spiel, wie sie in diesem Jahr bei weitem nicht von allen Produzenten in der Champagne gefunden wurde, Hauch von Zitrusnoten und hellen Blüten, feine, für Deutz typische Honignote, Senf- und Currynoten, viel Finesse, straff am Gaumen, angenehme Mineralität, Toast, Röstapfel, Komplexität eines lange in der Flasche gereiften Champagners.

Epilog: Like a Rolling Stone
Nach der Verkostung, unter dem bleibenden Eindruck von zehn Jahrgängen der Cuvée William Deutz beginnt man zu ahnen, was die Rolling Stones 1964 in ihrem gleichnamigen Song wohl gemeint haben mit … „Time is on my side.“ Denn tatsächlich weckt dieser Champagner das prickelnde Gefühl: So schmeckt die Ewigkeit.

Zu guter Letzt
ein herzliches Dankeschön an …

  • Walter Storms Galerie
  • Champagne Deutz
  • Sascha Speicher
  • Yannick Brangeon, Koch und Betreiber eines Catering-Unternehmens in Höhenkirchen bei München. Das von ihm zubereitete, feinsinnige Finale der Champagner-Degustation reichte von Dreierlei Linsensalat über Hechtklößchen und Kalbsbäckchen bis zu Crème Caramel und Espresso – dargeboten im Flying Style.
  • ZALTO Glas


Fotos: Anja Prestel Fotografie