SMART LINES 11/2018

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RENAISSANCE EINER SPITZENLAGE:
DER WORMSBERG VOM WEINGUT HEITLINGER

Bereits im 13. Jahrhundert wurden auf den steilen Hängen des Kraichgaus Weingärten von Zisterziensermönchen aus Maulbronn angelegt, da sie schon früh erkannten, dass das extrem kalkhaltige Gestein ideal für den Weinbau geeignet ist.

Doch die Zeiten ändern sich und so verfielen diese Weinberge in den 1970er Jahren. Da, bei einer Hangneigung von bis zu 70%, kein Winzer sich die Mühe der Bewirtschaftung machen wollte. So verwilderten einige der besten Weinbergsparzellen Badens und fielen in einen Dornröschenschlaf.

»Wachgeküsst« hat diese Lagen 2012 Claus Burmeister, Betriebsleiter des Weinguts Heitlinger. Er war von der außergewöhnlichen Qualität der verfallenen Lagen im Örtchen Tiefenbach überzeugt und rekultivierte mit seinem Team insgesamt mehr als 30 Hektar. Sein Lieblingsstück, die Gewann »Wormsberg«, in der GG-Lage Schellenbrunnen, hatte es ihm besonders angetan.


BURGUNDISCHE VERHÄLTNISSE

Der Boden ist mit einem Aktivkalk-Gehalt von bis zu 38% extrem kalkhaltig und somit den besten Lagen im Burgund sehr ähnlich. Auch bei der Pflanzdichte und der Reberziehung orientierte sich Claus Burmeister an dem französischen Vorbild. So sind die 1,2 Hektar mit über 10.000 Rebstöcken pro Hektar bepflanzt und wurden im niedrigen Guyot gezogen.

Alles ist hier Handarbeit. Über 1.200 Arbeitsstunden sind notwendig, um perfektes Traubenmaterial zu lesen. Gerade einmal 12 bis 15 Hektoliter konnten in den ersten drei Jahren geerntet werden, aber diese waren von absoluter Perfektion.

Zur Vorstellung der ersten Jahrgänge des Wormsberg Pinot Noir lud das Weingut ausgewählte Freunde, Journalisten und Top-Sommeliers ein. Bei strahlendem Sonnenschein konnte der Weinberg besichtigt und nach einer intensiven Kellerführung die Jahrgänge 2014 und 2015 sowie Fassmuster der Jahrgänge 2016 und 2017 verkostet werden.


GASTWINZERIN BERNADETTE THIENPONT, BORDEAUX

Bernadette Thienpont aus Bordeaux, die wir als Gastwinzerin gewinnen konnten, stellte ausgewählte Weine von Thienpont und ihrer Châteaux im Bordelais vor: großartige Weine bis hin zum 2011er Château Vieux Certan! Herausragend zeigte sich der 2004er Pavie Maquin mit seiner wunderbaren Balance, intensiver Frucht und einem festen und mineralischen Abgang.

VERKOSTUNGSNOTIZEN WORMSBERG RELEASE

2014 WORMSBERG
In der Nase findet sich eine feine Holznote, der Wein ist reduktiv und hat eine laktische Note. Mit Luft entwickelt sich der Wein in Richtung Feuerstein und Cassis mit grünen Noten. Insgesamt sehr kompakte und schlanke nasale Stilistik. Am Gaumen: zurückhaltend, geschlossen, säurebetont mit schlanker Holznote, ein mittlerer Körper, der Alkohol ist gut eingebunden, mit Luft später offen verkostet: charmanter und floral/blütenlastiger
 
2015 WORMSBERG
Elegante, zarte Pinot-Nase. Deutliche Holznote, intensiv, Kräuter, frisch, zerriebene Erde – staubig, mit Luft rotbeerig und etwas laktisch. Am Gaumen: feste Struktur, feinkörniges, aber noch kompaktes Tannin, Alkohol noch vordergründig, ein mittlerer Körper, säurekomponente Richtung Grapefruit-Bitternis, noch laktische Noten. Der Wein ist insgesamt noch sehr jung, kompakt und verschlossen, hat aber alle Anlagen für eine lange Entwicklung.
 
2016 WORMSBERG
In der Nase Zwiebel, Pilz, Unterholz, maskulin – ausdrucksstark und kraftvoll. Am Gaumen: Holzwürze, deutlich tanninbetont, festes Holz, bereits beginnend integriert, Säure ist deutlich und erfrischend. Gutes Potenzial, da der Extrakt präsent und kompakt ist.
 
2017 WORMSBERG
Kardamom, Orange, Ingwer, Dattel, Kumquats, nasaler Stilwechsel, null Laktik! Am Gaumen: saftiges Tannin, fruchtgeprägt, Säure vital und aktuell, die am längsten verweilende Komponente.

 

 


DAS WEINJAHR 2018
IM KRAICHGAU

Seit dem Austrieb am 15. April herrschte perfektes Wetter, nur der Regen blieb ab Juni aus. Die alten Reben mit Ihrem tiefgründigen Wurzelwerk kamen mit dieser Trockenheit bestens zurecht. Unsere jungen Rebanlagen konnten wir durch gezielte Bewässerung gut versorgen, so dass wir kerngesunde Trauben in den Keller bekommen haben.

Hier geht es zum Erntebericht.


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