SMART LINES 11/2017

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DER JAHRGANG 2017
DEUTSCHLAND UND ÖSTERREICH

RHEINGAU / URBAN KAUFMANN

Das gesamte Weinjahr 2017 war eine einzige, riesengroße Herausforderung: Beginnend mit Frost-Schäden kurz nach dem Austrieb im Frühjahr, über Hagelschläge bisher unbekannten Ausmaßes im Sommer bis hin zu Regenwetter kurz vor der Lese mit früh einsetzender Fäulnisproblematik. Das Wetter hat dem VDP.Weingut Kaufmann – Hans Lang diese Saison praktisch jeden Stein in den Weg gelegt, den man sich vorstellen kann. Durch die extrem variierenden Reife- und Gesundheitszustände in den Rebzeilen konnten die Qualitätsansprüche nur durch eine radikal-selektive Handlese umgesetzt werden. Diese Umstände haben Ertragseinbußen von rund 50 % zur Folge. Sie haben aber auch eine positive Seite, denn durch die ertragsreduzierenden Maßnahmen (Frost, Hagel) wurden die verbleibenden Trauben durch die Reben optimal versorgt. Das Team um Urban Kaufmann ist zwar mit der geringen Menge im Keller nicht zufrieden, freut sich aber sehr über die aromatische Dichte und Substanz der gärenden Moste. Es wird nicht viele Flaschen geben, aber Önologe Eckart Waitz ist sich sicher, ein sehr hochwertiges und spannendes Sortiment auf die Flasche bringen zu können.


BADEN / HEITLINGER & BURG RAVENSBURG

Die letzten Trauben des Weinjahres 2017 wurden am 29. September an der Burg Ravensburg mit Blaufränkisch geerntet und am 30. September mit Riesling im Weingut Heitlinger – ein glücklich perfektes Timing, zwei Stunden vor dem großen Regen! Betriebsleiter Claus Burmeister: »Am 4. September, so früh wie noch nie, ging es los. Bei herrlichem Herbstwetter, das uns bis auf zwei Tage die ganze Ernte über treu blieb und den Kraichgau von seiner schönsten Seite gezeigt hat. Doch 2017 verlief nicht immer so sonnig und mild. Es zählt zu den in jeder Hinsicht außergewöhnlichsten Weinjahrgängen in der Geschichte der beiden Weingüter. Ein sehr früher Austrieb ab dem 2. April, dann am 19. und 20. April der schlimmste Spätfrost seit »Menschengedenken« mit verheerenden Schäden. Dies erforderte für die folgende Zeit viel sorgfältige Handarbeit, ein ganz besonders motiviertes Team und als Beitrag der Natur eine ideale Blüte. Dann folgte ein warmer und sehr trockener Sommer. Zum Glück blieben wir von weiteren Unwettern verschont. Der an vielen Orten sehr heftige Hagel hatte uns nur leicht gestreift. Durch die durchgängig gute und frühe Traubenreife im August hieß es für uns alle den Sommer-Urlaub vorzeitig zu beenden, denn bei den Acht Hauptrebsorten waren alle Trauben gewissermaßen zur gleichen Zeit reif. Dank eines großen und hochmotivierten Teams haben wir es geschafft beide Betriebe zusammen, immerhin über 100 Hektar Weinberge, was über eine Million Quadratmeter, bzw. 800.000 Rebstöcke bedeutet, von Hand in nur 25 Tagen zu ernten!«


Bei derart steilen Hängen erfordert die Lese der Musktaller-Trauben einen sehr sportlichen Einsatz.

STEIERMARK / SATTLERHOF


Der Jahrgang 2017: ein Wechselbad der Gefühle mit Happy End! 2017 begann mit einer neuerlichen Zitterpartie Ende April: Die beiden Frostnächte haben aber – dank Räuchern, Heizen – nur bei einzelnen Sorten kleinere Schäden hinterlassen. Nach einem wunderbaren heißen Sommer, mit wenig aber ausreichend Niederschlag waren die Trauben Ende August in einem Traumzustand. Die Regentage Anfang September haben zuerst die Stimmung etwas gedämpft, aber die Stabilität der Trauben – mitunter auch Dank der Bio-Bewirtschaftung – war wunderbar. Die Trauben erreichten eine sehr gute physiologische Reife und konnten gesund und in guter Menge in den Keller gebracht werden. Die Weine des Jahrganges 2017 zeigen eine ausgeprägte Charakteristik ihrer Herkunft, jeder einzelne Weingarten ist schmeckbar. Durch die kühlen Nächte im September sind auch die Aromen der einzelnen Sorten besonders stark ausgeprägt. Es erwartet Sie ein großartiger Jahrgang mit viel Trinkvergnügen!


DER JAHRGANG 2017
FRANKREICH

CHAMPAGNE / CHAMPAGNE DEUTZ

Enthusiasmus, Befürchtungen und Erleichterung … Jedes Jahr bringt gute und weniger gute Überraschungen mit sich. Wie schon unsere Vorfahren wussten, darf man sich erst über eine Ernte freuen, wenn sie eingefahren wurde – dieses Jahr gab ihnen wieder einmal Recht. Die Vorfreude auf eine qualitativ und quantitativ gute Ernte war der Befürchtung gewichen, ein ganzes Jahr Arbeit könne auf den letzten Metern vor dem Ziel den Launen der Natur und einer daraus resultierenden Verschlechterung der Traubenqualität zum Opfer fallen. Am Ende konnten wir die Qualität unserer Trauben dank strenger Auslese retten … auf Kosten der Quantität.

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PROVENCE / AIX

Auf der Domaine de la Grande Séouve wurde am 04. September 2017 mit der Lese begonnen: zuerst die Grenache- und abschließend, bis 22. September, die Syrah- und Cinsault-Trauben. 2017 war recht ungewöhnlich: Aufgrund des heißen und trockenen Sommers wurde bei Aix noch nie so früh gelesen wie in diesem Jahr. Trotz fehlenden Regens war die Trauben-Qualität außerordentlich gut, und es wurden kleine, gut ausgereifte Beeren geerntet. Erstaunlicherweise entsprach die Erntemenge jener des letzten Jahres. Bei Aix freut man sich auf einen sehr ausgeglichenen und gut strukturierten 2017er Jahrgang mit einer sehr guten Balance zwischen Frucht, Frische und Säure. Der Aix Rosé 2017 wird ab Januar 2018 verfügbar sein.

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DER JAHRGANG 2017
ITALIEN

MAREMMA / AMPELEIA

Aufgrund des warmen Frühjahrs und der sommerlichen Hitze konnte 20 Tage früher mit der Lese begonnen werden als erwartet: beginnend Mitte August mit den Alicante-Trauben und abschließend Mitte September mit den Cabernet Franc-Trauben. Die Trauben ließen überraschenderweise keine Anzeichen von Stress oder Unverträglichkeit erkennen; ausdauernd und widerstandsfähig hielten sie der Hitze und Wasserknappheit stand. Die Reben, mit ihren tief in der Erde verankerten Wurzeln, waren stark genug und bescherten uns früh und gut ausgereifte Trauben. Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit den Jungweinen: Sie sind sehr ausdruckstark aber trotzdem balanciert, voll frischer, knackiger Frucht und einer sehr angenehmen Säure. Auch der Alkoholgehalt befindet sich im Mittel der vergangenen Jahre. Das heiße Jahr macht sich allemal durch eine kraftvollere Tanninstruktur als sonst bemerkbar. Der Jahrgang zeigt einmal mehr, dass sich unser Terroir, mit seiner expressiven Kraft, dank der Biodynamie durchzusetzen vermag.


Teroldego-Trauben für den Morei 2017.

TRENTINO / FORADORI


Der Jahrgang 2017: Enfant Terrible oder drei Wintereinbrüche in einem Jahr! Der Winter war sehr trocken und zum Teil sehr kalt. Die Weinberge haben den Winterschlaf genossen, der allerdings schon Anfang März überraschend zu Ende war. Dann wurde es warm. Im  Frühjahr ging es dann sehr früh los Dank der überdurchschnittlich hohen Temperaturen und des großzügigen Niederschlags im März. In Mai kam plötzlich der zweite Wintereinbruch: Es wurde frostig. Aber wir sind nochmal mit einem blauen Auge davongekommen. Es folgte ein warmer Sommer, in dem es immer zum richtigen Zeitpunkt regnete. Am 8. August meldete sich der »Winter« kurz zurück. Die Temperaturen sanken dramatisch, und es hagelte. 50% unser Foradori Weinberge waren entblättert, die Trauben völlig zerstört. Am 10. August: hagelte es ein zweites Mal: Weitere 20% der südlichen Foradori- Lagen waren vernichtet. In den darauf folgenden Tage war das Wetter trocken und sehr kalt. Die Wunden der Trauben schienen gut zu heilen, dank des Einsatzes von Propolis und Achillea. Der Herbst begann heiß und trocken und wurde »feuchtfröhlich«. Lesebeginn war am 23.08 mit Pinot Grigio. Erst das zweite Mal nach 2011 konnte im August mit der Lese begonnen werden. Am 04.10: Manzoni Bianco 2017, alias Marie Antoinette: barock aber nicht fett, naiv und elegant. Nosiola: sehr hohe Säure, frisch und sehr kompakt; leichtfüßig. Wahrscheinlich die spannendste Rebsorte in diesem Jahr. Pinot Grigio: Halleluja! Stark vom Hagel beschädigt, die Ausgangsbedingungen waren katastrophal. Ein Teil der Trauben wurde nur sehr kurz mazeriert, etwa die restliche Hälfte akribisch gesäubert und bringt einen würzigen Pinot Grigo hervor. Die Weine sind ein wahres Wunder der Natur. Teroldego: kompliziert. Die Morei-, Sgarzon- und Granato-Lagen sind nicht vom Hagel betroffen. Die Weine sind straff und kompakt, im Falle des Granato (sehr geringe Menge) kommt Tiefe hinzu. Es fehlen ca. 70% der Foradori-Lagen. Die Mazerationen sind aufgrund der Hagel-Schäden stark reduziert. Teroldego zeigt seine „dirnenhafte“ Frucht. Fazit: Das Jahr war von Extremen geprägt. Es gab in den letzten 50 Jahren keine solchen Hagelschäden. Die Reben erlebten drei Kälteeinbrüche, zwei waren fehl am Platz. Die Mengen sind sehr gering; die Weine sind fast alle mit der Gärung fertig. Si vedrà …


DER JAHRGANG 2017
SPANIEN UND PORTUGAL

CAVA / JUVÉ & CAMPS

Juvé y Camps bringt 2017 die dritte biozertifizierte Ernte heim. 2017 ist auch im beschaulichen Sant Sadurní d'Anoia ein heißes Jahr gewesen. Die Ernte begann am 03. August mit dem Chardonnay, der etwas früher dran war als im langjährigem Mittel. Die Trauben hatten die optimale Reife mit balancierter Frucht und Säure erreicht, die wichtigsten Parameter für die Cava-Grundweine. »Eine beeindruckende Struktur weist der Xarel-lo auf«, bercihtet Meritxell Juvé, die sich verstärkt um die Geschicke des Weingutes kümmert. Der Jahrgang ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur biologischen Zertifizierung der Cavas. Erste zertifizierte Weine kamen bereits 2016 auf den Markt; bei den Cavas müssen wir aufgrund des langen Hefelagers noch auf die ersten zertifizierten Flaschen warten.


DOURO / SYMINGTON FAMILY ESTATES

2017 war im Douro Tal ein sehr warmes und trockenes Jahr. Jeder Monat war bisher, seit Dezember 2016, von geringeren Niederschlagsmengen gepägt als im Jahresdurchschnitt üblich. Abgesehen vom 06 Juli, der heftige Regenfälle und sogar Hagel brachte. Die große Wassermenge korrigierte zwar den Jahresdurchschnitt 2017 noch oben, doch den Rebkulturen half das kaum. Denn der strömende Regen verursachte in nicht wenigen Terrassenlagen einige Schäden. So wurde ein Teil des wertvollen Bodens in den Douro geschwemmt, der einige Tage lang die Farbe der gold braunen Erde annahm.

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VINHO VERDE / ANSELMO MENDES

»Jedes Jahr stellt uns vor neue Herausforderungen. Und dieses Jahr war keine Ausnahme«, berichtet Anselmo Mendes über die Ernte 2017. »Unsere Tätigkeit als Winzer ist den Elementen der Natur ausgesetzt, von denen wir abhängen. Das müssen wir akzeptieren. Während 2014 ein kaltes und regnerisches Jahr war und hier die Arbeit im Weinberg uns vor eine große Herausforderung stellte, war 2017 genau das Gegenteil. 2017 war ein außergewöhnlich trockenes Jahr. Obwohl die Reben über den gesamten Wachstumszyklus sich gesund und kräftig präsentierten, war der Ertrag doch eher dürftig. Der Wassermangel in den Böden und die hohen Sommertemperaturen ließen die Trauben schon frühzeitig gut ausreifen. Wodurch wir wesentlich früher mit der Ernte beginnen mussten als in den vergangenen Jahren.«

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DER JAHRGANG 2017
ARGENTINIEN

ALTOS LAS HORMIGAS

Im Großen und Ganzen sind wir mit dem Erntejahr 2017 sehr zufrieden, nachdem wir 2016 mit einer 50 Prozent geringeren Menge leben mussten. 2017 stiegen die Temperaturen aufgrund des Wechsels von »El Niño« zu »La Niña« beträchtlich und sorgten im Januar für Hitzewellen. Die frühe Ernet begann am 15.02. mit Malbec für unseren Clásico in Lujan de Cuyo, die letztes Jahr erst in der ersten Märzwoche gelesen wurden! Am 22.02. folgten ebendort die Bonarda-Trauben Der Erntezeitpunkt war wegen des günstigen Wetters optimal. Die Bonarda-Erträge vielen etwas geringer aus, aber die Beeren strotzten vor Gesundheit und überzeugten auch qualitativ. Im Valle de Uco konnte am 24.02. mit der Ernte begonnen werden. »Yes! We started picking up grapes in the Uco Valley in February!«

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