SMART LINES 11/2015


Neu bei Amber Smart-Wines: De Martino/Chile

Mit dem chilenischen Spitzenweingut De Martino vertritt Smart-Wines ab sofort eines der innovativsten Weingüter außerhalb Europas.


Reinventing Chile

Unter dem Motto "Reinventing Chile" steht das 1934 gegründete Weingut De Martino für eine Weinbauphilosophie, die stark vom europäischen Weinverständnis geprägt ist sowie von der Vision, das enorme Potenzial Chiles für die Produktion von Weltklasse-Weinen zu nutzen: Die Weinberge sind Öko-zertifiziert; es kommen traditionelle und moderne Weinbautechniken zum Einsatz, einige Weine werden in Amphoren ausgebaut und stammen aus bisher wenig bekannten und spannenden Regionen wie beispielsweise der D.O. Itata. Stets auf der Suche nach dem besten Terroir für jede einzelne Rebsorte, reiste Önologe Marcelo Retamal mit einem Team von Geologen und Ampelographen in den letzten zwei Dekaden durch Chile. Bis heute erwarb De Martino rund 350 Weinberge in nahezu allen Regionen des Landes, von der Pazifikküste bis zu den Ausläufern der Anden, von den nördlichsten bis zu den südlichsten Anbaugebieten des ca. 4300 km langen und mit einer durchschnittlichen Breite von nur 200 km sehr schmalen Landes. Landschaft und Klima werden durch die Anden im Osten sowie durch die Küstenkordillere und die Pazifikküste im Westen geprägt. Im Norden Chiles befindet sich das trockenste Gebiet der Welt, die Atacama-Wüste. In der von mediterranem Klima geprägten Zentralzone liegt die Hauptstadt Santiago, in deren Großraum mit rund 6 Mio. Einwohnern der Großteil der gesamten Bevölkerung lebt. Seen, imposante Vulkane, Fjorde und Gletscher charakterisieren den Süden.


Eine einzigartige Vielfalt

Im 400 km nördlich von Santiago gelegenen Limari-Valley, mit Lehm-Kalkböden und vom kühlenden Küstenklima geprägt, erzeugt De Martino elegante,  mineralische sowie vielschichtige Chardonnays und Pinot Noirs, die von Ihrer Charakteristik einzigartig sind. An den Hängen der Anden, auf 825 Metern Höhe, 200 km nördlich von Santiago, liegt das Choapa Valley, wo auf Kolluvialböden bei hohen Schwankungen zwischen Tag- und Nachttemperaturen fein strukturierte Syrahs entstehen. Finessenreiche Sauvignon Blancs und Chardonnays stammen hingegen aus dem kühlsten Bereich des Casablanca Valley, wo in Küstennähe, kühle Brisen und geringere Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht für ideale Bedingungen sorgen. Das milde mediterrane Klima des südlicheren Maipo Valley und die dortigen alluvialen Kiesböden eignen sich besonders gut für die Sorten Cabernet Sauvignon und Carménère, die feine, komplexe und hochkonzentrierte Weine hervorbringen. So spiegeln die Weine von De Martino die einzigartige Wein-Vielfalt Chiles wider. De Martino war übrigens das erste Weingut, das Carménère exportiert hat. 


Gallardía

Eine Besonderheit stellen die Weine der Linie Gallardía aus dem Itata Valley, 460 km südlich von Santiago dar. Die D.O. Itata ist eine der ältesten Anbaugebiete Chiles. 1551 wurden die ersten Reben, Muscat und Pais (Listan Prieto), gepflanzt und in den 1930er Jahren auch Cinsault. Die Region geriet in Vergessenheit und wurde erst kürzlich wiederentdeckt, insbesondere die o.g. alten Rebsorten und Weinberge, die vor über 150 Jahren angelegt wurden. Hohe Niederschlagsmengen und der kühlende Einfluss des nahe gelegenen Pazifik bestimmen das Klima dieser von steilen Weinbergen und ausgedehnten Kiefernwäldern geprägten Landschaft und lassen frische, charaktervolle Weine entstehen. Lehmböden mit guter Drainage versorgen die im sehr niedrigen Gobelet-System (span. „cabeza“) erzogenen Reben in den trockenen Sommermonaten mit Wasser und daher ohne Bewässerung bewirtschaftet werden können. Die ältesten Rebstöcke sind über 150 Jahre alt. In den Weinbergen wird traditionell ausschließlich mit Pferden gearbeitet. Der Gallardía del Itata, ein sortenreiner Cinsault, ist ein frischer, fruchtbetonter, eleganter Rotwein. Der Name rührt von einer Gänseblümchen-ähnlichen Wildblume her, die in den Weinbergen wächst und sie mit Farbtupfern und Duft erfüllt. Der Gallardía (zu deutsch: Mut) macht seinem Namen alle Ehre durch sein Widerstandsfähigkeit im raueren Klima des südchilenischen Itata Valley.


Amphoren-Weine

2010 riefen die Brüder De Martino das Projekt „Viejas Tinajas“ ins Leben. Es basiert auf traditionellen Methoden der Weinbereitung in Amphoren und der fast achtzigjährigen Erfahrung der Familie. Der Viejas Tinajas Cinsault 2011 war der erste Amphoren-Wein; es folgte ein Weißwein aus der Sorte Muscat. Der Cinsault besticht durch seine intensive Fruchtigkeit (Himbeere, Kirschkern), eine immense Frische, Tiefgründigkeit und Länge, der Muscat durch seine Aromen von Rosen-, und Pfirsichblüten, Nelken sowie kräftigen Tannine, die eher an einen Rotwein erinnern. Heute besitzt das Weingut 172 Amphoren, die zwischen 200 und 1.800 Liter fassen; einige sind über 200 Jahre alt. Die mehrfach prämierten Amphoren-Weine von De Martino zeichnen sich durch ihre Rebsortenstypizität, Frische und einen eleganten Stil aus.

Präkolumbianische Kulturen nutzten Amphoren bereits 1.500 v. Chr. für die alkoholische Gärung und die Konquistadoren brachten neue Formen im 16. Jh. aus Spanien mit. Chilenische Amphoren gehen auf eine Stilmischung beider Einflüsse zurück und wurden bereits im 17 Jh. u.a. für die Vergärung und Lagerung von Wein verwendet. Mit dem Küferhandwerk wurden die Tongefäße ab dem 19 Jh. durch Fässer (span. „pipas“) ersetzt. Amphoren fand man bis vor Kurzem nur noch in sehr abgelegenen Gebieten.


Alte Rebstöcke und ein bis zu 1.900 Meter hoch gelegener Weinberg

Die Anden erreichen in Chile eine Höhe von fast 7.000 Metern. Auf 1.900 Metern können nur Sorten gedeihen, die das ausgeprägte kontinentale Klima und das intensive Sonnenlicht vertragen. Hier, in der D.O Elqui, hat De Martino 2005 Steilhänge mit Syrah und Petit Verdot für den Alto Los Toros (90 % Syrah, 10 % Petit Verdot) bestockt - ein körperreicher Rotwein mit gut eingebundenen weichen Tanninen und einem frischen Finish.

Las Cruces (Cachapoal Valley), Limávida, La Aguada und Vigno (Maule Valley) sind Rotweine, die von bis zu 60 Jahre alten Rebstöcken stammen. 2014 wurde der 2011er Vigno Single Vineyard La Aguada Carignan vom Wine Advocate mit 95 Punkten prämiert und gilt damit als der vom Wine Advocate höchstbewertete chilenische Wein.


Die Weine von De Martino

De Martino Estate:
Sauvignon Blanc*, Chardonnay*, Carmenère, Cabernet Sauvignon*

De Martino 347 Vineyards:
Cabernet Sauvignon, Carmenère*, Syrah*, Chardonnay, Sauvignon Blanc

Gallardía del Itata:

Muscat*, Cinsault Rosé, Cinsault*

De Martino Legado Reserva:

Cabernet Sauvignon*, Cabernet Sauvignon/ Malbec, Syrah, Carmenère*, Pinot Noir, Chardonnay*, Sauvignon Blanc

De Martino Viejas Tinajas (amphora)
:

Muscat, Cinsault*

De Martino Single Vinyard:
Cabernet Sauvignon "Las Aguilas", Carmenère "Alto de Piedras"*, Syrah "Alto Los Toros"*, Old Bush Vines "Limavida" - Malbec blend, Old Bush Vines "La Aguada" – Carignan blend, Old Bush Vines "Las Cruces" – Malbec Carmenère blend*, Sauvignon Blanc "Parcela 5", Chardonnay "Quebrada Seca",
Vigno Old Wines Carignan, Late Harvest Semillon

*Diese Weine sind ab Lager Tilburg (NL) verfügbar.


Konditionen für den Direktbezug

Wir freuen uns, Ihnen, als Partner des Fachhandels, den Bezug der Weine in Fachhandelsmengen aus einem Lager im niederländischen Tilburg zu ermöglichen. Dort können die Weine abgeholt werden. Mindestbestellmenge: 300 Flaschen!
 
Preise netto ab Lager Tilburg. Pro Auftrag kommen lediglich 36,70 Euro für den Zoll und die Abwicklung der Zolldokumente hinzu. Zahlungsziel: Vorkasse netto netto (ohne Skonto).
 
Die Rechnungsstellung erfolgt über die Firma Unique Holland Wijnimport, Ten Hagestraat 4, NL-5611 EG Eindhoven; die Abholung der Ware bei Bakker Logistics, Belle van Zuylenstraat 5, NL-5032 MA Tilburg.


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Der Jahrgang 2015

Bild: Einzellage Valmira, Alvaro Palacios (Rioja)


SPANIEN: BIERZO, PRIORATO, RIOJA

Bei der Ernte im September präsentierten sich die Trauben gut ausgereift und auch die Erntemenge war zufriedenstellend. „Excellent health of the grapes, copious harvest and high quality, amazing year so far, great wines!,” berichtet uns Alvaro Palacios a priori.

TRENTINO

2015 war wie 2014 ein extremes Jahr; nur entgegengesetzt: Auf das regenreiche 2014 folgte ein sehr heißes und trockenes 2015; eine wahre Herausforderung für die Reben! „Dank der Biodynamie reagieren die Pflanzen flexibiler und widerstandsfähiger auf derartige Klimaschwankungen“, berichtet Elisbetta Foradori. „Wir mussten den Beginn der Lese Parzelle für Parzelle stark variieren und viel Geduld mitbringen. Die gute Reife der Trauben und die ausgeglichenen Analysewerte deuten auf einen guten Jahrgang hin.“

VENETIEN, VALDOBBIADENE

Nach einem warmen Winter mit wenig Niederschlag haben sich die Triebe erst am 10. April – statt wie üblich im März – entwickelt, wodurch die Blüte in den letzten Maitagen begann, aber sich dann ganz regulär in den ersten Junitagen fortsetzte. Auf eine kühle zweite Junihälfte, folgte ein Sommer, der so heiß wie noch nie war. Das ließ bei den Trauben Hitzestress befürchten, aber zwei Starkregen haben sie gerettet. Die Lese begann früher, „und brachte ein gutes Ergebnis“, so Paolo Bisol von Ruggeri. „Wenn auch einerseits der Zuckergehalt  etwas erhöht war, was für uns nicht essentiell ist, haben die Trauben doch noch eine frische Säure trotz der Temperaturen im Juli und August erhalten. Das liegt vor allem daran, dass die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht doch erheblich waren. Im Ganzen gesehen ergibt sich allerdings eine geringe Erntemenge.“

PIEMONT

Dank der reichlichen Wasservorräte, die sich in den ersten Monaten des Jahres angesammelt hatten, hat die sommerliche Hitze in den Weinbergen zu keinerlei Stressphänomenen geführt. Die vorzeitige Reife erlaubte eine etwa 10 Tage frühere Ernte als im Vorjahr. Die Trauben präsentierten sich im ausgezeichneten Zustand, mit sehr positiven analytischen Daten, sowohl im Hinblick auf den Zucker- als auch auf den Säuregehalt; von fundamentaler Bedeutung für strukturvolle und angenehme Weine. „Die hohe Ausgewogenheit, die aus den Werten hervorgeht, lassen auf einen großartigen Jahrgang schließen, wie es bisher nur wenige andere waren,“ berichtet uns Valter Fissore (Elvio Cogno).

TOSKANA

Ein regenreicher Winter und ein warmes Frühjahr, mit einigen Niederschlägen, hat in allen Regionen der Toskana im außergewöhnlich heißen, trockenen Sommer für einen ausreichenden Wasservorrat gesorgt; in Montepulciano, in Montalcino und der Maremma kam im Juli und August auch etwas Regen hinzu. Die Trauben reiften überall gut aus; die Ernte begann im Schnitt eine Woche früher als im Vorjahr; die Erntemenge fielen bei einigen Weingüter etwas geringer aus. Tenuta di Valgiano, Colline Lucchesi: Die Ernte Begann am 01.09. mit Merlot und endete am 28.09. mit Sangiovese. Die schönen reifen Trauben waren „wie gemalt“ und lassen „kräftige, dichte Weine mit gut balancierender Frische im Keller heranreifen,“ so Laura di Collobiano. Capezzana (Carmignano): Merlot „uva bellissima!“ und Syrah „uva stupenda!“ konnten in der ersten Septemberwoche gelesen werden und Mitte September – eine Woche früher als im Vorjahr - Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc; abschließend der Trebbiano „un sogno (ein Traum)!“; eine Hälfte wurde für den Vinsanto zum Trocknen ausgelegt, die andere Hälfte bereits zum Trebbiano 2015 vergoren. Altesino, Montalcino: Trotz der rund 20 bis 25 % geringeren Menge, wird 2015 als sehr gutes Jahr in Erinnerung bleiben. Ausgiebige Regenfälle und hohe Schwankungen zwischen Tages- und Nachtemperaturen Ende August glichen den heißen Juli aus und lassen Top-Qualität erwarten. Poliziano, Montepulciano: Die Qualität der Trauben war exzellent und verspricht einen hervorragenden Jahrgang. Der 2015er präsentierte sich schon nach dem Abstich als körperreich, farbintensiv und ausgeglichen. Ampeleia, Maremma: Die Ernte begann Ende August und war Ende September mit dem Cabernet Sauvignon abgeschlossen. Der September war sehr sonnig; ideal für die letzte Reife der Trauben. Auch Ampeleia erwartete von 2015 eine herausragende Qualität.

APULIEN

Die Ernte fand bei den Weißweinen eine Woche früher als gewohnt statt. Die Analyse der weißen Trauben deuten auf einen außergewöhnlich guten Jahrgang hin, aufgrund ihres hohen natürlichen Säuregehaltes, ihrer Frische, ausgeprägten Frucht und Konzentration. Die roten Trauben wurden Anfang September gelesen. Trotz der ungewöhnlich heißen Sommermonate Juli und August und der frühen Vergetationsphase, rechnet Angelo Maci, Präsident und Önolge von Cantine Due Palme mit einem hervorragendem Jahrgang 2015.

ÖSTERREICH

Nach dem doch sehr schwierigen Erntejahr 2014 mit dem hohen Selektionsaufwand, kann Fred Loimer dieses Jahr aus dem Vollen schöpfen und so macht es in jedem Weingarten Freude, die reifen Trauben zu ernten. Dieses Jahr ist ideal um viele Ideen umzusetzen. Maischegärung bei Gemischtem Satz, Traminer, Pinot Gris, Grüner Veltliner – Maceration Carbonic bei Riesling, Grüner Veltliner, Sauvignon Blanc und Muskateller und nach Jahren der Überlegung und des Diskutieren von Für und Wider auch Vergärung ganzer Grüner Veltliner Trauben in Qvevris. „Für eine abschließende Bilanz ist es natürlich noch zu früh, ein paar Lese Tage haben wir noch vor uns, aber derzeit sind wir einfach nur glücklich über den Verlauf ...“, berichtet uns Fred Loimer. Steiermark: „Das Erntejahr 2015 war sensationell! Die klimatischen Bedingungen hätten kaum besser sein können: überdurchschnittlich viel Sonnenschein, kalten Nächte und warme Tage. Die Trauben wiesen eine perfekte physiologische Reife auf mit einer guten Gradation. Es gibt von allen Lagen hervorragende Lagenweine“, berichtet uns Willi Sattler (Sattlerhof).

FRANKREICH, CHAMPAGNE

Nachdem 2015 ohne klimatische Überraschungen begonnen hatte, wurde der Sommer von einer Hitze und Trockenheit beherrscht, wie es sie in der Champagne so noch nie gegeben hat. Dank hoher Temperaturen und fehlender Niederschläge zwischen Ende Mai und Mitte August wies die Vegetation im Verhältnis zum Mittel einen leichten Vorsprung auf und die Bestände profitierten von idealen Bedingungen, die ein Heranreifen bei perfekter Gesundheit ermöglichten. Die Regentage in der zweiten Augusthälfte begünstigten das Wachstum der Beeren, kombiniert mit den heißen und trockenen Perioden zwischen den Niederschlägen, schufen sie exzellente Bedingungen für eine schnelle Reife der Beeren. Die Lese begann Anfang September. Die perfekt ausgewogenen Reifeverhältnisse sind außerordentlich vielversprechend. Die Bedingungen deuten auf einen Jahrgang von außergewöhnlicher Qualität hin, die Hoffnung auf eine Jahrgangs-Cuvée schüren – ja vielleicht sogar auf ein neues „Prestige-Trio“ (William Deutz, Amour de Deutz und Amour de Deutz Rosé).

PORTUGAL, DOURO-TAL

“An exceptional viticultural year is coming to a close in the Douro with farmers and winemakers pleased that a year’s work has resulted in some very good Ports and Douro wines,” resumiert Charles Symington. Seinen ausführlichen Erntebericht finden Sie hier.

Weitere Ernteberichte, u.a. von Barone Ricasoli, Masciarelli, dem Weingut Heinrich und Gut Hermannsberg folgen in der nächsten Ausgabe von Smart-Lines.

Bild: Einzellage Valmira, Alvaro Palacios (Rioja)


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