
Fred Loimer aus dem niederösterreichischen Kamptal hat sich vor einiger Zeit (auch) in der Thermenregion südlich von Wien niedergelassen und das traditionelle Weingut Schellmann in Gumpoldskirchen gepachtet, einem Weinbauort, der schon in der K.u.K.-Monarchie zu den berühmtesten in ganz Österreich zählte.
Während im Kamptal Riesling und Grüner Veltliner Loimers Leitsorten sind, konzentriert er sich in der im Volksmund „Südbahngegend“ genannten Region auf Chardonnay, St. Laurent, Pinot Noir: „Das Klima in der Thermenregion und die schweren, mit Kalkschotter durchsetzten Böden bieten ideale Voraussetzungen für die Burgundersorten. Vor allem der Pinot Noir, den wir vor zwei Jahren gepflanzt haben, findet hier noch bessere Bedingungen als etwa im Kamptal oder am Neusiedlersee“, so erzählt uns Fred Loimer.
Derzeit bewirtschaftet er in Gumpoldskirchen fünf Hektar, der Schwerpunkt wird künftig von Weiss zu Rotweinen hin verlagert.
Die unter dem Namen „Schellmann“ vermarkteten Weine sind herkunftstypisch, mit ausgeprägter Terroir-Note. Fred Loimer: „Wir nehmen aber die teilweise hohen Zuckergrade etwas zurück – zugunsten von Trinkfreude und Finesse. So etwa hat unser Top-Chardonnay zwar 14 % Alkohol, ist aber sehr trocken und mineralisch.“
Diese Chardonnay-Reserve namens „Gumpold“ wird teils im kleinen, teils im grossen Holzfass ausgebaut. „In Gumpoldskirchen“ ist eine im 500 l-Holzfass vergorene, im 2.500 l-Holzfass ausgebaute Weissweincuvée aus Chardonnay und den regionstypischen Sorten Rotgipfler und Zierfandler. Dritter im Bunde der Gumpoldskirchener Loimer-Weine ist der im 500 l-Holzfass gereifte St. Laurent. Auf den Pinot Noir werden wir noch ein wenig warten müssen ...
Gumpoldskirchen – Thermenregion – Österreich
www.loimer.at/schellmann