



Der Langenloiser Winzer keltert erstmals einen Wein aus der traditionellsten Riesling-Lage des niederösterreichischen Kamptals
„Dieser Weinberg liefert die feinsten und langlebigsten Rieslinge des Kamptals, in einer über die Jahre gesehen erstaunlich gleichmäßigen, sehr hohen Qualität. Ich hatte mich schon lange um den Heiligenstein bemüht. Jetzt konnte ich endlich eine kleine Fläche von 3.500 m2 pachten“, so Fred Loimer aus Langenlois, der mit dem Jahrgang 2010 seinen ersten Riesling aus der gleichnamigen Weinlage produziert.
Der Heiligenstein ist die beste, bekannteste und traditionellste Riesling-Einzellage des niederösterreichischen Kamptals, wurde als erste der Region namentlich erwähnt und auf Karten verzeichnet. Die „Traditionsweingüter Österreichs“, zu denen Fred Loimer gehört, klassifizieren ihn als „Erste Lage“.
Der relativ steile Weinberg liegt frei und nach Süden exponiert: Das beschert den Reben viele Sonnenstunden, aber auch kühlende Winde, was zusammen eine langsame und gesunde Reifung der Trauben begünstigt. Der Boden hier – 260 Millionen Jahre alter „Zöbinger Perm“ – ist eine Mischung aus Wüstensand und Vulkangestein.
Fred Loimer produziert seinen Heiligenstein biodynamisch: „Der Wein ist überaus fein, fast dezent, aufgrund der perfekten Traubenreife sehr ausgewogen, hat eine enorme Mineralität am Gaumen und eine gut verpackte Säure.“
Die 1.000 Flaschen des Weines – „burgundische Grand Cru-Dimensionen“, so der Winzer – kommen im Frühling 2012 auf den Markt.
Der Riesling Heiligenstein 2010 Kamptal DAC* Reserve wird nach Seeberg und Steinmassl der dritte Riesling Loimers aus einer „Ersten Lage“ des Kamptals sein.
*DAC = Districtus Austriae Controllatus: an französische und italienische Vorbilder angelehntes österreichisches Appellationssystem, geschützte Herkunftsbezeichnung für regionaltypische Qualitätsweine in Österreich, z. B. Kamptal DAC, Weinviertel DAC ...
Neuer Kubus & altes Gewölbe
„Der alte Keller war einfach viel zu klein geworden. Wir brauchten Platz, um ökonomisch arbeiten zu können“, sagt Fred Loimer aus Langenlois über seinen neuen Keller, in dem nach halbjähriger Bauzeit bereits die Ernte 2009 verarbeitet wurde. „Auch wenn im biodynamischen Weinbau der Schwerpunkt bei der Weingarten- und nicht bei der Kellerarbeit liegt, braucht man doch ein taugliches Instrument zur Bereitung der Weine.“
Im auf drei Ebenen angelegten Keller wird von „oben nach unten“ gearbeitet, um Trauben und Weine mit Hilfe der Schwerkraft schonend bewegen und auf Pumpen verzichten zu können. Denn pumpen bedeutet immer Stress für die Trauben und die Weine. Durch eine möglichst schonende Behandlung bleiben die feinen Aromen besser erhalten.
Bei Loimer existieren alt und neu friedlich nebeneinander: Der neue schwarze Betonkubus und der alte, nach wie vor genutzte, aus Ziegeln gemauerte Gewölbekeller sind unterirdisch miteinander verbunden.
Langenlois – Kamptal – Österreich
www.loimer.at