Neu bei Smart-Wines: Altos las Hormigas, Mendoza, Argentinien

Altos las Hormigas: Stoppt die Ameisen? Was soll denn das? In Argentinien pflegen renommierte Weingüter wohlklingende Familiennamen wie Gascon, Pont L’Eveque, Valmant und Luigi Bosca zu tragen. Des Rätsels Lösung basiert auf einer Anekdote: Als 1995 die Italiener Antonio Morescalchi und Alberto Antonini 206 Hektar in Luján de Cuyo erwarben und kurz darauf die ersten Weinberge bepflanzt wurden, legten sich die Arbeiter mit den dort ansässigen Blattschneiderameisen an. Die fleißigen Insekten dezimierten die zarten jungen Rebsprossen und machten tagelange Arbeit oftmals in einer einzigen Nacht zunichte. Da die Arbeiter sie nicht vergiften wollten, vertrieben sie sie mit biologischen Mitteln. Wenn auch erst nach langem Ringen; es siegte mal wieder der Mensch. Immerhin ehrte er die Ameisenkolonie als rechtmäßigen Besitzer des kostbaren Grund und Bodens, gemäß der Redewendung „un trabajo de hormigas – ein Job für Ameisen“, eine geduldige bescheidene Arbeitsmoral, stark vom Teamgeist geprägt. Nach rund 20 Jahren steht „Altos Las Hormigas“ gleichbedeutend für Glück und Erfolg: Warum das Team um Morescalchi und Antonini ihrer Bodega diesen ungewöhnlichen Namen gab, ist nun wohl jedem klar. Altos Las Hormigas erzeugt mittlerweile rund 1.200.000 Flaschen im Jahr und exportiert in 50 Länder. Die Weine sind weltweit auf den Karten zahlreicher Spitzenrestaurants vertreten und wurden von renommierten Weinführern mehrfach hoch bewertet. Nicht allein das Ameisen-Branding sorgte damals in dem Andenland  für Furore. Vor allem die Fokussierung auf die Rebsorte Malbec, ein Stil, der eher an Südfrankreich erinnert als an Übersee sowie die Betonung des Terroirs und die damit verbundene Wertschätzung für den Ursprung des Weines war damals ungewöhnlich.

Die Geologie des Weines

Die Finca Altos Las Hormigas in Luján de Cuyo, liegt südöstlich von Mendoza, eingebettet zwischen der majestätischen Andenkordillere im Westen und einer Hügelkette im Osten, wodurch ein Mikroklima mit idealen Temperaturen entsteht. Hier und insbesondere in Gualtallary, Vista Flores/ Chacayes und Altamira wurden die besten Böden des Valle de Uco geortet, alte Flussbetten, sogenannte Flussterrassen mit einem hohen Kalksteingehalt in tieferen und Lehmanteilen in  mittleren und oberen Schichten. Für jedes Terroir ließen Antonio Morescalchi und Alberto Antonini detaillierte geomorphologische Karten anfertigen, die auch das Mikroklima abbilden.

In Luján de Cuyo, in 800 m Höhe, tragen tiefschichtige sandige Lehmböden entscheidend dazu bei, die Reifeperiode zu verlängern und Wasserstress zu vermeiden. Die Lehmschichten sorgen für mineralische Nährstoffe und einen guten Wasserspeicher, die sandigen Schichten verhindern Schlammanhäufungen und machen den Lehm durchlässiger. Hier entstehen konzentrierte, fruchtbetonte Rotweine aus der Rebsorte Malbec.

In Gualtallary liegen  auf 1.100 bis 1.600 m die höchsten Weinberge. Obwohl hier das kühlste Klima mit stark schwankenden Temperaturen herrscht, reifen die Trauben früher als in den Lagen Altamira oder Vista Flores. Die Höhenlage und die kalkreichen Kiesböden holen das Äußerste aus der Sorte Malbec heraus: So entstehen frische, kräftige, sehr aromatische Weine mit einer ausgewogenen Säurestruktur, wohl eine der faszinierendsten Spielarten eines Malbecs überhaupt.

Vista Flores,1250 m Höhe im Valle de Uco im altem Flussbett des Arroyo Grande. Die kalksteinreichen Schwemmlandböden, die lediglich einem Anteil von weniger als 0,4 Prozent der gesamten Anbaufläche des Valle de Uco ausmachen, lassen kraftvolle, ausgewogene Weine mit einer enormen Tiefe und Struktur entstehen; Weine mit mineralisch geprägten Tanninen, intensiver Frucht und Würze.

Altamira, in bis zu 1.200 m Höhe, auf Flussterrassen am Fuße der Anden gelegen, ist ein kleines Gebiet im Südwesten des Valle de Uco. Das Mikroklima ist eher kühl und windig. Nach intensiven geologischen Studien wurden hier sehr kalkreiche Kiesböden entdeckt, welche sehr elegante, dichte Weine hervorbringen. Die Altamira-Malbecs stellen auf das Beste unter Beweis, dass Weine aus Mendoza keine Muskelprotze sein müssen, um ausdrucksstark und langlebig zu sein.

Malbec & Bonarda: Die Weine von Altos Las Hormigas
Neben viel Zeit sind alle Ameisen-Tugenden gefragt, um guten Wein zu machen. -Und natürlich ein erstklassiges Terroir: Seit 2006 setzt das Weingut auf Kalksteinböden des Valle de Uco, wo langlebige Malbecs der Spitzenklasse entstehen. Bei der Weinerzeugung ist jede technische Maßnahme eine zu viel und führt weg vom Ursprungsprodukt. Daher versucht man bei Altos Las Hormigas, so wenig wie möglich einzugreifen. Dies gelingt  insbesondere durch biodynamische Bewirtschaftung, eine schonende Extraktion der Tannine und Phenole während der Maischestandzeit, den Verzicht auf neue Barriques, Spontangärung und minimalen Schwefeleinsatz. Zudem wird in allen Lagen frühestmöglich geerntet, um einen natürlichen, niedrigen Alkoholgrad zu erzielen.

Malbec Clásico, Mendoza: Malbec aus den besten Lagen von Luyán de Cuyo, Medrano und einem geringen Anteil aus dem Valle de Uco. Es herrscht ein trockenes Halbwüstenklima mit kalten Nächten. Die tiefschichtigen frischen, eher mageren  Schwemmlandböden aus Lehm und Sand sorgen für mineralische Nährstoffe, eine gute Drainage und eine späte Reife. Trauben aus unterschiedlichen Weinbergen werden vor der Assemblage getrennt voneinander vinifiziert, sanft gepresst und spontan vergoren, damit jedes Terroir bestmöglich zum Ausdruck kommt. Die Gärung erfolgt 10 Tage in Edelstahltanks bei 24° bis 28°. Der Malbec Clásico reift 12 Monate in Zementtanks. So entstehen frische, sehr fruchtbetonte Malbecs mit Aromen von Kirschen und frischen Pflaumen, am Gaumen saftig, mit weichen gut strukturierten Tanninen und einem angenehmen Finish.

Malbec Terroir, Valle de Uco: Malbec aus dem Valle de Uco. Die Trauben stammen aus Vista Flores sowie Altamira und San Carlos; dicht bepflanzte Lagen mit hervorragenden kieshaltigen Alluvialböden, die einen geringen Anteil Kalkstein aufweisen. Auch hier erfolgt die Vinifizierung separat. Die zweifach selektierten Trauben werden in kleinen Edelstahltanks mit heimischen Hefen 12 Tage bei 24° bis 28° vergoren.  50 % des Malbec reift 12 Monate in Zementtanks, 25 % in Stahltanks und 25 % in nicht gebrannten großen Eichenholzfässern. Der Wein verströmt Aromen von Kirschen, Pflaumen, frischen Feigen, mit Anklängen an Veilchen und mineralischen Noten, wie sie für die alten Flussterrassen des Valle de Uco typisch sind. Berge, Frische und das lange Finish sind die drei Komponenten die diesen Malbec so einzigartig machen.

Malbec Reserve, Valle de Uco: 100 % Malbec, 100 % Valle de Uco, 100 % Kalkstein! Die Reben wachsen auf alluvialen Kiesböden der Lagen Vista Flores/ Chacayes, am kleinen Fluss Arroyo Grande und den alluvialen, kalkreichen Hochlandböden von Gualtallary. Der hohe Kalksteinanteil sorgt für hervorragend strukturierte Weine mit sehr guter Textur und einem beeindruckenden Finish. Die von Hand selektierten Trauben werden sanft gepresst. Bei der Gärung kommen heimische Hefen und die Technik der Pigeage zum Einsatz. Der Wein reift 18 Monate in 3.500 Liter fassenden Eichenholzfässern und sechs Monate auf der Flasche. Das Resultat ist ein sehr komplexer Wein mit einem sehr regionalen Charakter. Die Berge, die Höhenlage und die Kalkböden machen diesen Malbec so vielschichtig, weshalb man ihm nach dem Öffnen etwas Zeit geben sollte. Das Zusammenspiel von Mineralität, Frische und feinkörnigen, gut strukturierten Tanninen und einem langen Nachhall heben diesen Malbec auf die nächste Qualitätsstufe.

Malbec Vista Flores, Valle de Uco

100 % Malbec, 100 % Valle de Uco, 80 % Kalkstein. Die Kalksteinböden der Flussterrassen von Vista Flores bringen sehr mineralische und vielschichtige Weine hervor, mit feinen, vom Kalkstein geprägten Tanninen, während die lehmhaltigen Böden die Fruchtaromen des Malbecs gut zur Geltung bringen. Die zweifach selektierten Trauben werden mit Hilfe der Schwerkraft sanft gepresst. Die Gärung verläuft spontan bei 24° über 15 Tage, dabei wird der Tresterhut manuell untergestoßen (Pigeage). Der Wein reift 18 Monate in 3.500 Liter fassenden, nicht gebrannten Holzfässern und 12 Monate auf der Flasche. Das Resultat: ein vielschichtiger, sortentypischer Malbec mit Aromen von roten und dunklen Früchten, Noten von Lavendel, gebratenem Fleisch und Unterholz. Der Malbec Vista Flores präsentiert sich vollmundig, fruchtig-mineralisch, mit einer ausbalancierten Säure- und Tanninstruktur; auch im langen Abgang mineralisch und saftig.

Malbec Gualtallary, Valle de Uco

100 % Malbec, 100 % Valle de Uco, 50 bis 60 % Kalkstein. Die Trauben stammen von Flussterrassen der Lage Gualtallary. Hier entstehen sehr kräftige, gut strukturierte  Malbecs mit vom Kalkstein geprägten Tanninen und einer frischen Mineralität; die fruchtige Aromatik ist deutlich spürbar. Die Trauben werden zweifach selektiert und spontan bei 24° 15 Tage vergoren; dabei wird die Technik der Pigeage angewandt. Der Malbec Gualtallary reift 18 Monate in 3.500 Liter fassenden, nicht gebrannten Holzfässern und 12 Monate auf der Flasche; er verströmt Aromen von Cranberries und Walderdbeeren, Kräuter- und Würznoten. Am Gaumen: intensive Frucht, vom Kalkstein geprägte Tannine, eine ausbalancierte Struktur, ein vielschichtiger Wein mit einer klar ausgeprägten Mineralität und einem lang anhaltenden Finale.

Malbec Altamira, Valle de Uco

100 % Malbec, 100 % Valle de Uco, 85 % Kalkstein. Die Flussterrassen von Altamira liegen 1.200 m hoch und bringen elegante, mineralische, fruchtbetonte Weine hervor. Die Weinbereitung verläuft exakt wie beim Malbec Gualtallary. Der Malbec Altamira präsentiert sich frisch und harmonisch mit Aromen von roten Beeren, Kirschen, Himbeeren, Unterholz, Rucola, Thymian und mineralischen Noten von Grafit und Feuerstein; am Gaumen geschmeidig, mit fein strukturierten gut eingebundenen Tanninen und einer kompakten Frucht im lang anhaltenden Abgang. Die vom Kalkstein geprägten Tannine verleihen dem Wein ein kräftiges Rückgrat, was für Altamira typisch ist; ein tiefgründiger, feingliedriger und vielschichtiger Malbec.

Colonia Las Liebres Bonarda;
100 % Bonarda. Die Trauben stammen aus Medrano und Carrizal de Abajo, Mendoza; sie reifen in einem einzigartigen Mikroklima, in 800 m Höhe. Die mageren tiefschichtigen Böden mit guter Drainage fördern die Entwicklung der Wurzeln. Die Trauben werden in 300 hl fassenden Edelstahltanks 10 Tage temperaturkontrolliert vergoren. Der Wein reift in Zementtanks, um die Frische und die Typizität der Bonarda-Rebe zu erhalten. Bei der Verkostung überwiegen Aromen von dunklen Früchten: Schwarzkirsche, schwarze Johannisbeere neben Noten von schwarzem Pfeffer und Lavendel. Dazu gesellt sich am Gaumen eine subtile Note von Himbeermarmelade, ohne überladen zu wirken; das frische Finale bringt genau das richtige Quäntchen Säure mit. Der Bonarda ist „easy to drink“ und passt zu nahezu allen Gerichten.

Colonia Las Liebres (Brut Rosé)

Ein Schaumwein, reinsortig aus der Bonarda-Traube vinifiziert. Die Reben wachsen auf kalkreichen mageren Schwemmlandböden, in El Peral, Valle de Uco. Die Trauben werden sofort nach Anlieferung gepresst, bei 13° bis 15° in Edelstahltanks und ein zweites Mal in der Flasche vergoren (Méthode Champenoise). Der Colonia Las Liebres lagert sechs Monate auf den Hefen; keine Dosage. So entsteht ein frisch-fruchtiger, komplexer Brut Rosé mit Kirscharomen und leichten Würznoten, einer feinen Perlage und einem mineralischem Finish. Rebsorte und Terroir kommen auf das Beste zur Geltung.

Bonarda
Jüngste Untersuchungen belegen eine Verwandtschaft der argentinischen Bonarda mit der Rebsorte Corbeau, auch Charbono genannt, die in Kalifornien angebaut wird und nicht, wie ursprünglich angenommen, mit der italienischen Bonarda Piemontese. Ungeachtet von ihrer Herkunft hat sich die Bonarda hervorragend an die natürlichen Gegebenheiten in Argentinien angepasst. 2011 wurde der Name „Bonarda Argentina“ von der nationalen Weinbaubehörde offiziell als autochthone, nur in Argentinien beheimatete Rebsorte, anerkannt. Die Traube hat es den Weinbauern nie einfach gemacht: Ihre dünne Haut muss vor Sonnenbrand geschützt werden und braucht ein gute Belüftung, um Fäulnis zu vermeiden. Am besten hat sich das „Parral“ genannte hohe Erziehungssystem bewährt: Anstatt der üblichen 6.000 – 8.000 Reben je Hektar werden in der Parral-Kultur nur noch 1.600 – 2.000 Stöcke je Hektar gezogen. Dadurch erhält jeder Rebstock fünf bis sechs Quadratmeter Standfläche. Triebe und Trauben befinden sich auf einem horizontalen Drahtnetz in 2 m Höhe. Die Bonarda hat einen langen Wachstumszyklus und reift spät. Das warme und überwiegend trockene Klima von Mendoza, aber auch höhere Lagen mit erheblichen Unterschieden zwischen Tag- und Nachttemperaturen, bieten ideale Bedingungen.

Ursprünglich wurde die argentinische Bonarda nur für den Verschnitt von Fassweinen genutzt. Die ertragreiche Rebe verlieh der Cuvée Farbe und Frucht. Im Jahr 2000 entdeckten die Winemaker von Altos Las Hormigas Alberto Antonini und Attilio Pagli ihr Potenzial für reinsortige Rotweine aus Mendoza. Ein heftiger Hagelschlag vernichtete damals einen Großteil der mit Bonarda bestockten Weingärten: Lediglich die Hälfte der üblichen Erntemenge konnte erzielt werden; allerdings wiesen die Trauben eine überraschend hohe Konzentration und eine gute Struktur auf. Auch die Qualität des Weines überzeugte: ein Bonarda mit einer geschmeidigen Textur und einem lang anhaltendem Abgang. Von diesem Moment an schlug das Herz von Alberto Antonini für die Bonarda. Der erste Colonia Las Liebres Bonarda kam 2003 auf den Markt und 2005 wurden weitere 8 Hektar Bonarda in Luján de Cuyo gepflanzt.

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