Heitlinger und Burg Ravensburg: Das Potenzial genutzt. Zwei Weingüter auf Erfolgskurs

Von einem visionären Winemaker, traditionellem Winzerhandwerk und der Nähe zur Natur

Der badische Kraichgau hält mit seiner Vielfalt an Sorten und Böden so manche Entdeckung bereit. Weißburgunder, Grauburgunder Pinot Noir und natürlich auch der Riesling sind hier die Protagonisten. Eine erstaunlich große Bandbreite an unterschiedlichen, kalkhaltigen Sedimentgesteinen im Boden, verteilt auf nur wenige Quadratkilometer, lässt ausgesprochen eigenständige Weine entstehen. Zahlreiche Lagen gehen auf Römer, Benediktiner und Zisterzienser zurück, die viele der heutigen Spitzenlagen bereits kultivierten. Klöster wie das berühmte der Zisterzienser in Maulbronn haben seit dem zwölften Jahrhundert den Weinbau im Kraichgau entscheidend geprägt und die Burgunderrebsorten hier heimisch gemacht. Die überwiegend steilen und schwer zu bewirtschaftenden Weinberge gerieten in Vergessenheit, verbuschten und lagen über Jahrhunderte brach. Visionären Winzern wie Claus Burmeister, studierter Weinbaubetriebswirt, ist es zu verdanken, dass ihr unglaublich hohes Potenzial heute wieder für die Erzeugung von Spitzenqualitäten genutzt wird. In den vergangenen zehn Jahren haben Claus Burmeister und sein Team über 25 Hektar Grosse Lagen wieder in Ertrag gebracht. Die Leidenschaft für den Weinbau wurde ihm förmlich in die Wiege gelegt. Schon sein Vater war Gutsverwalter des Weinguts Burg Ravensburg, welches Claus Burmeister - in Leitung - 1995 übernahm. „Als ich damals hier anfing, wusste ich noch gar nicht, welch eine Terroirvielfalt hier besteht und dass für jede Rebsorte so optimale Bedingungen herrschen, “ erinnert sich Claus Burmeister. Seit Anfang 2009 ist er auch für das Weingut Heitlinger zuständig. 1960 von Albert Heitlinger gegründet, ist es heute im Besitz der „Weingüter Heitlinger & Burg Ravensburg GmbH“ mit dem Eigentümer Heinz Heiler. Die gemeinsam geführten Betriebe sind nur knapp 15 Kilometer voneinander entfernt – Heitlinger in Tiefenbach und Burg Ravensburg in Sulzfeld. Rund 120 Hektar werden mittlerweile insgesamt bewirtschaftet, alle Weine in der 2012 neu gebauten Kellerei in Tiefenbach vinifiziert, aber in getrennten Kellerbereichen ausgebaut. Obgleich viele Arbeitsabläufe gebündelt wurden, sind die Weingüter weiterhin eigenständig und auch weinrechtlich getrennt geblieben. Allein schon deshalb, weil die Schwerpunkte auf unterschiedlichen Rebsorten liegen: Die Burgunder bei Heitlinger, Blaufränkisch und Riesling bei Gut Ravensburg.

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